Nora

Théâtre (Esch-sur-Alzette)

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HENRIK IBSEN & STEFAN MAURER

Auf Deutsch

Premiere - Dauer unbekannt

Hinter dem bürgerlichen Lächeln lauert die Fratze. Henrik Ibsens Nora von 1879 gilt als Klassiker der Bühne. Nora und Torvald treten ein ins mutmaßliche Glück, wollen sich auf Augenhöhe begegnen, doch schnell wird ihre Freiheit ergriffen von familiären Erwartungen, Rollenmustern und gesellschaftlichen Dogmen. Der Traum einer bürgerlichen Zukunft ist nur eine besonders perfide Methode, Menschen zu unterdrücken, besonders Frauen. Was gilt es zu ertragen in diesem Puppenhaus namens Leben? Welche Sprache steht einem zur Verfügung, um sich zu wehren und um zu sich zu finden? Wie schon in seiner Inszenierung von August Strindbergs Der Pelikan beschäftigt sich der Regisseur Stefan Maurer mit den archaischen, auch anarchischen Kräften, denen der einzelne Mensch ausgesetzt ist. „Ich glaube, dass ich vor allem ein Mensch bin, ebenso wie du.“ Mit diesem Satz stellt Nora die alte Ordnung der Dinge in Frage, angetrieben von einer emanzipatorischen Energie, die dieses Kammerspiel voller verzweifeltem Humor lebendig werden lässt.

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